Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V.

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VBW veröffentlicht eigene App mit einem Betriebskostentool für Binnenschiffsunternehmer

(c) Unicum

Binnenschiffer können sich mit der App über technische Maßnahmen zur Betriebskostensenkung ihres Schiffes informieren und nach Fördermitteln suchen. Darüber hinaus bietet die App Zugriff auf das gesamte Informationsangebot des VBW.

Die App ermöglicht Binnenschifffahrtsunternehmern und Schifffahrtsinteressierten sich mit einem Betriebskostentool über verschiedene Maßnahmen zur Betriebskostenoptimierung ihres Schiffes zu informieren. Vorgestellt werden Maßnahmen in den Bereichen Propulsion, Antriebe, Hydrodynamik und Energieeffizienz. Jede Maßnahme wird in einem kurzen Profil leicht verständlich erklärt und mit Grafiken und Bildern veranschaulicht. Neben technischen Erklärungen finden sich in den Profilen auch Angaben zu den Höhen der Investitionskosten und des möglichen Grades der Effizienzsteigerung.

„Uns war es wichtig nur Maßnahmen zu präsentieren, deren Wirkung durch Erprobung in der Praxis und an Forschungsinstituten nachgewiesen ist. Entgegen anderslautenden Stimmen hat die Binnenschifffahrt in den vergangen Jahren eine Vielzahl an Innovationen hervorgebracht und umgesetzt, welche die Effizienz und die Umweltfreundlichkeit der Schiffe deutlich gesteigert haben. Auch das wollen wir mit dieser Datensammlung stärker in die Öffentlichkeit tragen. Die Datenbank ist nicht abschließend, sie wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und um neue Maßnahmen ergänzt werden“, so Dr. Cornel Thill von der TU Delft und Vorsitzender des VBW-Fachausschusses „Binnenschiffe“, der die Datensammlung erarbeitet hat.

„Einen besonderen Mehrwert bietet die App Unternehmern, indem die dort vorgestellten technischen Maßnahmen durch integrierte Links zu einem Greening Tool und der NAIADES Förderplattform der EU anhand der eigenen Betriebskostenstruktur auf ihren Nutzen für den eigenen Betrieb hin geprüft und auf Förderfähigkeit untersucht werden können. Darüber hinaus bietet die App alle auf der VBW-Webseite enthaltenen Informationsdienste, wie Nachrichten und Zugriff auf Publikationen und Dokumente. Zukünftig wollen wir aber auch noch stärker Möglichkeiten zur Partizipation über die App anbieten. Denkbar ist, dass sich App-Nutzer zukünftig mit dieser zu VBW-Veranstaltungen anmelden oder an Umfragen zu wichtigen Themen teilnehmen“, erklärt VBW-Geschäftsführer Marcel Lohbeck.

Ab sofort ist die VBW-App im Google-Play Store kostenfrei verfügbar. Noch vor Weihnachten wird auch eine Fassung für Apple-Geräte im Apple-Store bereit stehen.

Die Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.

 

 

 

Nachbericht INE/VBW-Bankett 2015

von links nach rechts: Heinz-Josef Joeris, VBW-Präsident, Dr. Michael Fastenbauer, INE-Vizepräsident, Karin de Schepper, INE-Direktorin, Marcel Lohbeck, VBW-Geschäftsführer, Dimitrios Theologitis, EU-Kommission

„Infrastruktur wird das bestimmende Thema der nächsten Jahrzehnte sein.“

Einen europaweiten Austausch der besonderen Art unternahmen Inland Navigation Europe (INE) und der Verein für Europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. (VBW) mit ihrem ersten gemeinsamen Bankett, welches am 10.11.2015 im Haus der Unternehmer in Duisburg stattfand.

Rund 50 Entscheidern aus der Schifffahrts-, Hafen- und Logistikbranche und der Industrie sowie Vertretern der europäischen Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen und Verbänden nahmen an diesem gesellschaftlichen Branchenhighlight teil.

Den Gastvortrag unter dem Titel „NAIADES II: Chancen für die europäische Binnenschifffahrt“ hielt Dimitrios Theologitis, Referatsleiter der EU-Kommission für Binnenschifffahrt und Häfen in Vertretung für den kurzfristig verhinderten Abteilungsleiter Olivier Onidi.

Nachdem Theologitis bereits 2012 die Gelegenheit nutzte, das NAIADES II Programm auf dem VBW-Bankett vorzustellen zog er nun eine vorläufige Bilanz. Besonders hervor hob er die europäischen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur hervor: „Im ersten TEN-T-Call haben wir rund 13 Mrd. Euro für die Verkehrsinfrastruktur vergeben. Die Binnenwasserstraßen bekamen davon rund 10%. Das ist ein gutes Ergebnis. Leider erhielten wir so viele gute, prinzipiell förderwürdige Anträge, dass wir uns sehr gut überlegen mussten, welche wir auswählen.“ Theologitis begründete die Entscheidung der Kommission einen Großteil der Projektmittel auf das Projekt Seine-Schelde zu verwenden damit, dass es sich um ein transnationales Projekt von großer Bedeutung handele, dass ohne EU-Kofinanzierung nicht zustande gekommen wäre.

Mit Blick auf die im zweiten TEN-T-Call nur noch zur Verfügung stehenden restlichen 5,5 Milliarden Euro sagte er: „Wir werden versuchen nicht verausgabte Mittel aus den Kohäsionsfonds für die Infrastruktur zu gewinnen. Wir planen jeden Cent auszugeben“.

In seinem Grußwort begrüßte VBW-Präsident Heinz-Josef Joeris, GDWS, Bonn die hohe Investitionsbereitschaft der EU in die Verkehrsinfrastruktur. Er kritisierte jedoch, dass 2,8 Mrd. Euro aus der Connecting Europe Facility zur Finanzierung des European Fonds for Strategic Investment (EFSI)  herangezogen wurden. Sie stehen damit nicht mehr für direkte Investitionen zur Verfügung sondern nur noch als Hebel für private Investitionen „Es gibt unter Verkehrsökonomen derzeit kein denkbares Modell mit dem sich Wasserstraßenprojekte in Öffentlich-Privater-Partnerschaft realisieren lassen. Das gilt insbesondere auch für Schleusen. Wir bitten die EU-Kommission daher ihre Haltung, Förderung für Schleusenprojekte nur noch aus EFSI-Mitteln zu unterstützen gründlich zu überdenken“, so Joeris.

Der VBW-Präsident gab aber auch zu bedenken, dass es neben genügenden Finanzmitteln für die Infrastruktur auch ausreichende Planungskapazitäten und schlankere Planungs- und Vergabeverfahren geben müsse: „Alleine in der deutschen Wasserstraßenverwaltung fehlen derzeit rund 400 Ingenieursstellen. Der Gesetzgeber hat dieses Problem erkannt und neue Stellen bewilligt. Der Personalaufwachs wird aber mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Angesichts der finanziellen und personellen Rahmenbedingungen und der geltenden oft langwierigen Planungs- und Vergabeverfahren wird die Infrastruktur auch in den kommenden Jahrzehnten das bestimmende Thema sein.“

Karin de Schepper, INE-Direktorin, bekräftigte die Wichtigkeit von Investitionen in Infrastruktur und Personalkapazitäten: „Investitionen in die Wasserstraßeninfrastruktur dienen nicht nur der Binnenschifffahrt, sondern dem Aufbau eines dringend benötigten, nachhaltigen europäischen Verkehrssystems zur effizienten Abwicklung der Seehafenhinterlandverkehre. Mit Blick auf den zunehmenden Seetransport und die enorme Steigerung der Schiffsgrößen im Seeverkehr können wir uns keinen Stillstand im Hinterland erlauben, das würde die industrielle Versorgungssicherheit gefährden.“ Sie freue sich auf eine intensive, konstruktive Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission zur Lösung dieser Probleme. Schließlich lobte sie die verstärkte Kooperation von INE und VBW: „Wir haben eine Vielzahl gemeinsamer Interessen, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Multimodalität. Das gemeinsam durchgeführte Bankett ist der erfolgreiche Start für einen weiteren fruchtbaren Austausch und zukünftige gemeinsame Veranstaltungen“

Eine PDF-Fassung der Pressemitteilung erhalten Sie hier.

Bankett 2015

Thementag 2015

VBW-Mitgliederversammlung 2015

Heinz-Josef Joeris zum VBW-Präsidenten wiedergewählt

Der GDWS Abteilungsleiter wird den Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. auch in den nächsten drei Jahren führen. Neu gewählt wurden turnusmäßig auch die Vizepräsidenten und der Beirat. Neben den Wahlen standen inhaltliche Themen und die Entwicklung des Vereins im Fokus.

Einstimmig hat die ordentliche VBW-Mitgliederversammlung am 10. November 2015 Herrn Heinz-Josef Joeris, den Leiter der Abteilung „Wasserstraßen“ der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, für weitere drei Jahre zum VBW-Präsidenten gewählt.

Wiedergewählt wurden als direkte Stellvertreter des Präsidenten die Vizepräsidenten Patricia Erb-Korn, Geschäftsführerin der KVVH GmbH, Bereich Rheinhäfen, Karlsruhe sowie Professor Dr. Christoph Heinzelmann, Leiter der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe.

Ebenfalls gewählt wurden die Vizepräsidenten Jörg Becker, BP Europa SE, Bochum, Martin van Dijk, BLN Koninklijke Schuttevaer, Pieter Janssen, Rijkswaterstaat, Utrecht, die sich ebenfalls zur Wiederwahl stellten. Erstmals zum VBW-Vizepräsidenten gewählt wurde Volker Seefeldt, HTAG, Duisburg.

In den Beirat des VBW wurden gewählt Bert Luijendijk, Port of Rotterdam, Dr. Rupert Henn, DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V., Duisburg, Joachim Holstein, HTAG, Duisburg, Dr. Peter Langenbach, Hülskens GmbH & Co. KG, Wesel, Per Nyström, Haeger & Schmidt International GmbH & Co. KG, Duisburg, Roberto Spranzi, DTG eG, Duisburg.

 In seiner Bilanz dankte Herr Präsident Joeris den Ehrenamtlichen in den Gremien und Fachausschüssen für Ihre engagierte Arbeit. Auch in 2015 hat der Verein ein umfangreiches Arbeitsprogramm abgearbeitet. Schwerpunkt der Arbeiten in den Fachausschüssen bildeten Projekte in den Bereichen Beschleunigung von Infrastrukturverfahren, Landstrom für die Fahrgastkabinenschifffahrt, technische Möglichkeiten zur Senkung von Treibstoffkosten, internationale Haftungsrechtsfragen, Zukunft des elektronischen Meldens in der Binnenschifffahrt, RIS-Dienste in logistischen Zusammenhängen sowie der Neuordnung der Schifffahrtsgebühren in Deutschland. Das detaillierte Jahresarbeitsprogramm des VBW ist unter www.vbw-ev.de abrufbar.

Eine positive Nachricht verkündete der Präsident in Bezug auf die Mitgliederentwicklung: „Trotz der weiterhin schwierigen Marktlage der Schifffahrtsbranche und dem weiter anhaltenden Trend zu Marktkonzentrationen ist es uns dank einer intensiven Mitgliederwerbungskampagne gelungen, die Mitgliedersituation wieder zu stabilisieren. Für dieses Jahr erwarten wir sogar erstmalig wieder einen positiven Mitgliedersaldo.“

Begrüßt wurden in 2015 bisher folgende neue Mitglieder:

  • Maritime Research Institute Netherlands (MARIN), Wageningen
  • Wiener Hafen Gmbh &Co. KG, Wien
  • Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Oldenburg
  • Schweizerische Rheinhäfen, Basel
  • Reederei Deymann GmbH & Co. KG, Haren
  • Hülskens Wasserbau GmbH & Co. KG, Wesel

 Eine PDF-Version dieser Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

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