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„Steinkohle wird noch lange als Stütze der deutschen Energieproduktion benötigt werden. Nasse Standorte haben die besten Zukunftsperspektiven“

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Trotz rückläufiger Mengen wird die Steinkohle auch in Zeiten der Dekarbonisierung und des Ausbaus erneuerbarer Energien ein wichtiger Energieträger in Deutschland bleiben. Zukunftsperspektiven haben vor allem die nach 2013 entstandenen Kraftwerke. Positiv ist, dass alle diese Standorte Anschluss an das Wasserstraßennetz haben und die Binnenschifffahrt somit wichtiger Teil der Versorgung bleiben wird.

 „Wohin mit der Kohle? - Herausforderung im Zeichen der Energiewende“ fragten sich daher die rund 50 Gäste des diesjährigen VBW-Banketts. Dr. Wolfgang Cieslik. Mitglied der Geschäftsführung der Steag GmbH in Essen und Präsident des Vereins der Kohleimporteure und des europäischen Dachverbandes EUROCOAL gab Antworten.

Kohle ist nach wie vor eines der wichtigsten Transportgüter der europäischen Binnenschifffahrt. Doch welche Perspektiven gibt es für Kohle angesichts der anhaltenden Schwäche der deutschen Grundstoffindustrien und dem Ausbau erneuerbarer Energien? Auf dem Rhein, wo 85 % aller Binnenschiffstransporte stattfinden, sind die Kohletransporte von 2014 auf 2015 laut Marktbeobachtung der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt um 4,3 %, das heißt um 1,4 Mio. Tonnen zurückgegangen. Der Dreijahrestrend zeigt sogar einen Rückgang von 3,3 Millionen Tonnen.

Erneuerbare Energien wie Wind, Photovoltaik und Wasser machen fast die Hälfte der Energieerzeugungskapazität in Deutschland aus. Ihr Beitrag zur Bruttostromerzeugung beträgt allerdings nur rund 20%. Grund hierfür ist die mangelnde Markintegration der erneuerbaren Energien. Noch immer mangelt es an Energietrassen und Speichertechnologien, um den inzwischen im Überfluss produzierten Ökostrom sinnvoll verwenden zu können.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist die Stromproduktion in Deutschland hoch volatil geworden. Insbesondere in windstillen oder sonnenarmen Zeiten, werden Kohlekraftwerke zur Netzstabilisierung dringend benötigt.

Da die Bundespolitik den Ausstieg aus der Kernenergie bereits beschlossen hat und sich die Anzeichen mehren, dass Deutschland auch aus der Braunkohleverstromung aussteigen will, verbleiben für diese Aufgabe neben Steinkohle nur noch Erdgaskraftwerke.

Bislang wurde Erdgas im Vergleich zur Steinkohle als klimafreundlicherer Energieträger eingestuft. „Betrachtet man allerdings auch die indirekten Emissionen durch Förderung und Transport sowie den unterschiedlichen Wirkungsgrad der Energieträger schrumpft der Vorteil des Erdgases hingegen um 36 Prozent. Im zur Netzstabilisierung fast ausschließlich benötigten Teillastbereich, hat Erdgas keine Klimavorteile gegenüber der Steinkohle“, so Cieslik.

"Die Steinkohle wird auch über 2050 hinaus einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zum Klimaschutz leisten müssen“, erklärte Cieslik.

 Vor allem die nach 2013 gebauten Kraftwerke in Hamm, Hamburg-Moorburg, Karlsruhe, Lünen, Mannheim, Walsum und Wilhelmshaven hätten gute Perspektiven. Hiervon könne auch die Binnenschifffahrt weiter profitieren. Alle Standorte seien für eine wasserseitige Versorgung ausgelegt.

 

VBW-Mitgliederversammlung 2016

Verbesserung der Infrastrukturqualität, Greening und Digitalisierung sind Kernthemen der Vereinsarbeit 2016 und 2017

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In seiner Bilanz dankte Herr Präsident Joeris den Ehrenamtlichen in den Gremien und Fachausschüssen für Ihr Engagement. Auch in 2016 hat der Verein ein umfangreiches Arbeitsprogramm abgearbeitet.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeiten in den Fachausschüssen bildete das Thema „Beschleunigung von Infrastrukturverfahren“. Ein durch den VBW einberufener Runder Tisch, an dem Vertreter aus Planungs- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen, der Industrie und Verwaltungen mitgearbeitet haben, hat ein umfangreiches Papier mit kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen zur Infrastrukturbeschleunigung vorgelegt. „Verwaltung und Wirtschaftsverbände sowie Verkehrspolitiker haben die Vorschläge sehr begrüßt. Gemeinsam mit diesen Akteuren diskutieren wir nun darüber, wie diese Vorschläge in die Praxis zu überführen sind. Gelingt uns dies, könnten Personalressourcen in der Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) effizienter eingesetzt und Kapazitäten frei gemacht werden.“, sagte Joeris unter Verweis auf den Verkehrsinfrastrukturbericht des Bundesverkehrsministeriums (BMVI). Dieser Zustandsbericht weist aus, dass 235 wichtige Wasserbauwerke, z.B. Wehre und Schleusen, in den nächsten 10 Jahren ersetzt werden müssten. Angesichts mangelnder Planungskapazitäten in der Verwaltung scheint die Erreichung dieses Ziels unwahrscheinlich.

Angesichts der Herausforderungen, welche die neue Emissions-Grenzwertrichtlinie NRMM (Non-Mobile-Machinery-Richtlinie) an die Binnenschifffahrt stellt, wollen der Verband Schiffbau und Meerestechnik (VSM) das Entwicklungszentrum für Transportsysteme (DST) und der VBW bei diesem Thema eng zusammenarbeiten. Geplant ist eine gemeinsame Gesprächsplattform, die Schifffahrt, Motoren- und Umwelttechnikhersteller sowie Verwaltung zusammenbringt, um technische Perspektiven und regulatorische Herausforderungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Plattform soll auch Vorschläge für die Novelle der Motorenförderrichtlinie erarbeiten. Bereits im Mai 2016 hatte der VBW führende Umweltforschungsinstitute, Verwaltungen und Wirtschaftsvertreter zu einem Workshop eingeladen, in dem aktuelle Erkenntnisse zu Luftschadstoffemissionen der Binnenschifffahrt präsentiert wurden.

Moderne Binnenschiffe verfügen heute über eine Vielzahl digitaler Geräte zur Navigation und Kommunikation. Aber auch die Vernetzung im Rahmen einer Schiff-Land-Kommunikation und einer stärkeren Einbindung der Binnenschifffahrt in digital gesteuerte Logistikketten schreitet ständig voran. Allerdings ist eine Abdeckung mit schnellem mobilem Internet nicht an allen Wasserstraßen gegeben. Der VBW-Fachausschuss „Telematik“ empfiehlt daher eine flächendeckende Ausstattung von öffentlichen Liegestellen und Schleusenvorhäfen mit kostenfreien WLAN-Hotspots für die Binnenschifffahrt, insbesondere in Gebieten mit schwacher Netzabdeckung. Noch in diesem Jahr will der Verein mit der WSV über die hierzu notwendigen technischen und finanziellen Bedarfe sprechen. Die Gewerbeverbände haben zugesichert, für dieses Projekt die erforderliche  politische Unterstützung einzuwerben.

Weitere wichtige Themen, welche den Verein auch über 2016 beschäftigen werden, sind die Neuordnung der Schifffahrtsgebühren in Deutschland, die Lösung von Haftungsfragen für Lotsen und Ablöser sowie Liegestellenbedarf und -qualität.

Neben der Präsentation der Inhalte wurden zwei Fachausschussvorsitzende bestellt. Nils Braunroth, Referat WS 12, „Technik der Wasserstraßeninfrastruktur, RIS“, im BMVI folgt auf Henk van Laar, Bureau Telematica Binnenvaart, Rotterdam, als Vorsitzender des Fachausschusses „Telematik“. Im Fachausschuss „Binnenschiffe“ folgt Jens Ley, Institut für Schiffbau. Meerestechnik und Transportsysteme (ISMT) auf Dr. Cornel Thill, TU Delft.

 

VBW-Bankett 2016

Auch in diesem Jahr laden wir wieder zu einem kulinarischen Branchen-Highlight mit einem interessanten Gastredner und hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und Forschung ein. 

Unser Gastredner Dr. Wolfgang Cieslik, Vorsitzender des Vereins der Kohleimporteure (VDKi) und Mitglied der Geschäftsführung der Steag GmbH, wird sich in seinem Vortrag

 

"Wohin mit der Kohle - Herausforderungen im Zeichen der Energiewende"

zu den Perspektiven für eines der wichtigsten Gütersegmente der Binnenschifffahrt äußern.

Bitte melden Sie sich jetzt bereits für das diesjährige Bankett, am

06. Oktober 2016

um 19:00 Uhr an.

Einlass ist ab 18:30 Uhr, wir beginnen wie üblich mit einem Sektempfang.

Wie im vorherigen Jahr wird das Bankett im Haus der Unternehmer, Düsseldorfer-Landstraße 7, 47249 Duisburg stattfinden.

VBW-Mitglieder und Gäste aus Partnerinstitutionen und Verbänden werden zeitnah persönlich eingeladen.

Es wird ein Teilnehmerbeitrag in Höhe von 95,- Euro für VBW-Mitglieder und von 110,- Euro für Nichtmitglieder erhoben, vorherige Anmeldung ist notwendig.

Der Beitrag deckt die Kosten für das 4-Gänge-Menü sowie die Getränke. Nichtmitglieder, die Interesse an einer Einladung haben, wenden sich bitte an

Frau Nicole Dörr ,Tel. 0203 80006-27, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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