Verenigin voor Europese Binnenvaart en Waterwegen

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"Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff in der Binnenschifffahrt": Übergabe der Machbarkeitsstudie am 05. November 2018

Am 05. November 2018 fand beim Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. in Duisburg die Übergabe der Machbarkeitsstudie „Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt“ statt. Die Studie wurde im Rahmen des deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes MariGreen unter der Federführung der RWTH Aachen erarbeitet und durch Sören Tinz vom Lehrstuhl für Verbrennungskraft- maschinen der RWTH Aachen an die Auftraggeber MARIKO GmbH und FME überreicht. Neben der RWTH Aachen waren insgesamt sieben Projektpartner beteiligt. Dazu zählen das DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme, abh INGENIEURTECHNIK GmbH, Electric Ship Facilities BV (ESF), Delft University of Technology, Eindhoven University of Technology, Hochschule Emden/Leer Fachbereich Seefahrt und der Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen. Herausgearbeitet wurden die Entwicklungstrends und perspektiven der Wasserstoffverwendung in der Binnenschifffahrt.

Während der Einsatz von Wasserstoff aufgrund von mehreren Faktoren für die Schiffsbetreiber derzeit noch nicht wirtschaftlich ist, da die Kosten für die regenerative Wasserstoffproduktion als auch für die Schiffsumrüstung erheblich sind, unterstreicht die Studie die grundsätzliche technische Umsetzbarkeit in vielen Bereichen der Binnenschifffahrt. Diese Einschätzung fußt auf den Analysen der vorhandenen und zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur, diverser Speichertechnologien sowie der Energiewandlung in Brennstoffzellen und Verbrennungsmotoren. Exemplarisch wird dies für vier Binnenschiffstypen (Frachtschiff, Schubverband, Rheinfähre und ein Kabinen-/Passagierschiff) vorgestellt. Ein weiterer Bestandteil der Studie sind die besonderen Anforderungen an die Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen im Umgang mit verschiedenen Wasserstofftechnologien. Darüber hinaus werden die Rechtslage für den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff analysiert und Handlungsempfehlungen formuliert.

Um die Einstiegshürden auf dem Weg zum Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt zu überwinden, empfiehlt die Studie nachdrücklich die Initiierung, Entwicklung und Förderung von Demonstrationsprojekten, die die technische Machbarkeit praktisch nachweisen. 

Das Projekt MariGreen wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch nationale Kofinanzierung aus Deutschland und den Niederlanden gefördert.

Die Pressemitteilung kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

Die gesamte Studie finden Sie hier zum Download

VBW und VSW begrüßen Initiative des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zur Zulassung von EURO VI und NRE Motoren für Binnenschiffe

05.11.2018: Der Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. (VBW) und der Verband für Schiffbau und  Meerestechnik e.V. (VSM) begrüßen die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, eine nationale Übergangslösung auf den Weg zu bringen, die eine pragmatische Zulassung von EURO VI Lkw Motoren und NRE Industriemotoren für Binnenschiffe ermöglicht.

Damit wird zumindest teilweise das durch die NRMM-Verordnung der EU verursachte Problem gelöst, dass es aktuell keine zugelassenen reinen Binnenschiffsmotoren auf dem Markt gibt.  

Inzwischen konnten Werften kaum noch Neubauaufträge annehmen, weil sie keinen Motorenhersteller fanden, der ihnen NRMM-Dieselmotoren anbot.

Auch in der Binnenschifffahrtsbranche herrscht deswegen große Verunsicherung, da die NRMM-Regeln bereits ab 2019 für Motoren <300Kw und ab 2020 für Motoren >300KW gelten.

Notwendig geworden ist diese nationale Übergangslösung, da noch nicht absehbar ist, wann die europäischen Standardisierungsprozesse im Rahmen von CESNI zur Entwicklung  entsprechende technischer Regelungen für die Nutzung von EURO-VI- und NRE-Motoren in der Binnenschifffahrt abgeschlossen sein werden. Da es auch in den Niederlanden Anstrengungen zur Einführung einer nationalen Übergangslösung gab, haben VBM und VSM seit Monaten dafür plädiert, dass das Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit den Niederlanden zu einer abgestimmten zwischenstaatlichen Regelung kommt.

Da sich die Europäische Kommission entschieden hat, international einzigartige Grenzwerte für den kleinen Markt der Binnenschiffsmotoren einzuführen, ist zu erwarten, dass die Kosten für reine Binnenschiffsmotoren stark ansteigen. Ursächlich hierfür sind vor allem, die Kosten der aufwändigen Zulassungsverfahren, die auf jeden einzelnen verkauften Motor umgelegt werden müssen. Erwartungsgemäß haben sich viele Motorenhersteller dagegen entschieden, keine Motoren <800KW Leistung nach NRMM zuzulassen und anzubieten. Auf dieses Dilemma haben die nationalen und europäischen Verbände der Hersteller und der Binnenschifffahrt bereits im Gesetzgebungsverfahren hingewiesen. 

„Wir freuen uns, dass das BMVI die Impulse von VBW und VSM mit der nun vorliegenden Regelung aufgegriffen hat. Die Zulassung von Lkw- und Industriemotoren wird nicht das gesamte NRMM Problem lösen, doch der vom BMVI zur Verbändeanhörung verschickte Entwurf einer Verordnung ist ein wichtiger Baustein, einen Teil der Binnenschiffe mit neuen umweltfreundlichen Dieselmotoren versorgen zu können", so Ragnar Schwefel, Leiter des Berliner Büros des VSM. 

Marcel Lohbeck, Geschäftsführer des VBW erklärt: „Laut unseren Informationen gibt es das Interesse weiterer europäischer Staaten, die Übergangsregelung ebenfalls zu übernehmen. Das wäre ein starkes Signal Richtung CESNI. Wir unterstützen ein solches Vorgehen ausdrücklich.“

 Die Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.

 

 

Arbeitsprogramm 2018

Die Aktivitäten des VBW werden in einem jährlichen Arbeitsprogramm abgebildet, das durch die Fachausschüsse und die Geschäftsführung unter Mitwirkung des Präsidiums und des Beirates erstellt wird. Das Arbeitsprogramm wird durch das Präsidium in Abstimmung mit dem Beirat beschlossen. Änderungen am Arbeitsprogramm können sich im Laufe des Jahres ergeben. Aktualisierungen der Projekte und aktuelle Veranstaltungsinformationen werden auf der VBW-Internetseite www.vbw-ev.de veröffentlicht.

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